Hoffnung für Menschen in Mbano

Herzlich Willkommen!

Seit knapp zwei Jahren ist in der Pfarreiengemeinschaft Barbing/Sarching/Illkofen Father Reginald Uzoho als nebenamtlicher Pfarrvikar tätig. Father Reginald stammt aus Nigeria und promoviert aktuell an der Universität Regensburg. Durch viele Erzählungen haben wir erfahren, unter welchen Bedingungen die Menschen in seinem Heimatland leben müssen.

Vieles, was für uns selbstverständlich erscheint, ist für die Menschen in Nigeria ein Luxus, den sie sich nicht leisten können. Nigeria ist eines der reichsten Länder Afrikas und hat sehr viele Bodenschätze. Leider führte das aber dazu, dass multinationale Ölkonzerne das Land ausgebeutet und wertvolle Natur zerstört haben. Aufgrund vieler Versprechen der Ölmultis und einer dort weit verbreiteten Korruption bildete sich eine Gesellschaftsstruktur heraus, bei der es sehr wenige Super-Reiche gibt, die Villen in Kalifornien und London besitzen, ihre Kinder bereits im Kindergartenalter in Eliteeinrichtungen im Ausland schicken und auch in Nigeria prachtvolle Anwesen besitzen, während der Großteil der Bevölkerung in Armut lebt und nur schwer Zugang zu öffentlichen Versorgungseinrichtungen bekommt, welche dann auch oft unerschwinglich für die einfachen Menschen vor Ort sind.

In Deutschland gibt es sehr gutes und sehr dichtmaschiges Netz an sozialer Absicherung. Insbesondere unser Krankenversicherungssystem ist so gestaltet, dass jeder Mensch, der eine medizinische Behandlung benötigt, diese auch bekommt - unabhängig von seinem Vermögen oder sozialen Stand. Ein solches Maß an sozialer Absicherung haben auch in Europa und in Amerika bei weitem nicht alle Länder! Sogar in den allerreichsten Ländern der Welt bedeutet eine schwere Erkrankung oft zusätzlich zur gesundheitlichen Belastung auch noch den finanziellen Ruin für die Patienten. In den Vereinigten Staaten von Amerika gibt es mit dem "Affordable Care Act" eine allgemeine Krankenversicherung erst seit einigen Jahren und sie ist dort bei weitem nicht so weit verbreitet und in der Gesellschaft so verankert wie bei uns.

In Nigeria gibt es überhaupt keine Krankenversicherungen. Die Menschen müssen ihre Behandlungen in den Krankenhäusern selbst bezahlen. Aufgrund der ungleichen Verteilung der Güter und der hohen Korruption ist eine qualitativ hochwertige Behandlung nicht einmal dann sicher gestellt, wenn man die Behandlungskosten selbst trägt. Durch die aggresive Handelspolitik der Volksrepublik China sind in Nigeria sehr viele medizinische Geräte und Medikamente in Umlauf, die zwar sehr günstig sind, oft jedoch unwirksam oder sogar schädlich für die Patienten. Die Menschen dort sind aber oft darauf angewiesen, weil sie entweder keinen Zugang zu hochwertigen Medikamenten haben oder sich diese nicht leisten können.

 

Was wollen wir?

Genau an diesem Punkt möchten wir mit unserer Initiative "Hilfe für Menschen in Mbano" ansetzen. Wir möchten dabei helfen, dass ältere und kranke Menschen regelmäßig medizinisch betreut werden und dass sie Zugang zu wirksamen Medikamenten haben. Wir würden die bestehenden Strukturen vor Ort nutzen und verbessern, so dass zwei Krankenschwestern für unser Projekt tätig sein würden, die die Kranken regelmäßig mit Motorrädern besuchen, sie untersuchen und ihnen Medikamente bringen könnten.

Wo ist das eigentlich?

Wir planen, dieses Heimpflegeprojekt in den Dörfern rund um die Pfarrei St. Anthony Umunkwo sowie den nahegelegenen Dörfern in der Gemeinde Isiala Mbano einzurichten.

Was kostet das?

Die Löhne in Nigeria sind bei weitem nicht so hoch wie in Deutschland. Eine Krankenschwester verdient im Monat etwa 45.000 ₦ (90 €) und ein Motorrad kostet ca. 270.000 ₦ (500 €). Hinzu kommen noch Kosten für den Arzt (z. B. einmal im Monat) und die notwendigen Medikamente. Je nach verfügbarem Budget kann passgenau und zielgerichtet Hilfe geleistet werden.

Wie kann ich sicher stellen, dass das Geld dort ankommt, wo es ankommen soll?

Wenn sich unser Projekt verwirklichen lassen sollte, haben wir vielfältige Möglichkeiten, die Menschen vor Ort zu unterstützen. Aufgrund der Erfahrungen, die Father Reginald vor Ort gemacht hat, ist er der Ansicht, dass es das beste wäre, wenn wir die Menschen dort direkt unterstützen würden. Das Arbeiten mit Projektpartnern birgt immer die Gefahr, dass ein Glied in der Kette korrupt ist und dann Geld abgezweigt wird. Je nach Umfang der jeweiligen Projekte oder der verfügbaren Geldmittel möchten wir aber nicht ausschließen, auch Projekte mit externen Projektträgern durchzuführen, wenn die Verwendung der Gelder lückenlos nachvollzogen werden kann.

Die Unterstützung durch den Verein wird auf Antrag gewährt. Der Antrag muss begründet und nachvollziehbar sein. Außerdem ist die Verwendung des Geldes zu dokumentieren und z. B. mittels Bildern nachzuweisen. Der Vorstand des Vereins wird mit einem Kuratorium vor Ort zusammen arbeiten, welches den Bedarf einschätzen kann und auch die Verwendung des Geldes überwacht.

Wenn Interesse auf unserer Seite besteht, soll es auch eine Möglichkeit geben, die Menschen vor Ort zu besuchen, sie persönlich kennen zu lernen und auch den Fortschritt der Projekte zu begutachten.

Wieso brauchen wir denn dafür einen Verein?

Durch die Eintragung ins Vereinsregister erlangt der Verein seine Rechtsfähigkeit, kann also Geschäfte tätigen und Verträge abschließen. Die Mitglieder des Vorstands würden andernfalls sämtliche Rechtsgeschäfte unter ihrem eigenen Namen eingehen. Unter anderem bedeutet das auch ein Haftungsrisiko für diese Vereinsmitglieder.

Father Reginald hat auch in der Vergangenheit Menschen in seiner Heimat unterstützt. Leider ist es aber für die Spender aktuell nicht möglich, die Zuwendungen beim Finanzamt steuerlich geltend zu machen. Wenn es einen Verein gäbe, der im Vereinsregister eingetragen ist und dem vom Finanzamt eine Gemeinnützigkeit bestätigt wurde, könnte dieser Spendenquittungen ausstellen und für die Spender wäre es möglich, ihre Spenden steuerlich abzusetzen.

Was haben wir? Was wollen wir? Was brauchen wir?

Wir haben durch Father Reginald aktuell die Möglichkeit, bedürftige Menschen direkt zu unterstützen und durch diesen direkten Weg die Sicherheit, dass jeder Cent dort ankommt, wo er ankommen soll.

Wir wollen diese Gelegenheit nutzen, den Menschen vor Ort zu helfen, Fluchtursachen - wenn auch nur in einem kleinen Bereich - zu vermeiden, den Menschen dort Hoffnung zu geben, eine Perspektive für eine bessere Zukunft zu eröffnen, unsere christliche und soziale Verantwortung den Ärmeren gegenüber wahrzunehmen und damit unseren Teil dazu beizutragen, diese Welt zu einer besseren zu machen.

Wir brauchen dazu aber - SIE!

Wir brauchen Menschen, die sich für Andere begeistern können, die bei unserem Projekt mithelfen möchten und die auch etwas Zeit in dieses Projekt (und damit für Andere, für Ärmere und Bedürftige) investieren möchten. Wir haben alle eine Vielzahl von Talenten! Wenn sich jeder in dem Bereich einbringen kann, in dem er gut ist und bei dem mithilft, was er ohnehin gerne macht oder immer schon mal ausprobieren wollte, haben wir die ideale Mannschaft für unsere Herausforderungen! Je mehr Leute mithelfen, desto weniger Arbeit bleibt für den Einzelnen übrig! Helft mit! Sprecht uns an! Wir können sicherlich jeden brauchen!

Wenn Sie Interesse haben, mitzuhelfen oder falls Sie noch Fragen haben sollten, können Sie sich gerne an uns wenden: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!